Fünf Zeichen (Meditationsobjekte)

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Nach Buddha sollen diejenigen, die nach einer höheren Geistigkeit streben, auf fünf Zeichen achten.

Wenn wir nun unsere Aufmerksamkeit auf ein Zeichen setzen (egal welches Meditationsobjekt), trotzdem aber noch immer Hass, Gier oder Verblendung empfinden, dann sollen wir nach dem Lehrer aller Lehrer das Objekt (Zeichen) ändern, etwa einem Meditationsobjekt, das wir “positiv” auffassen. So werde der Geist fester, die Gedanken werden überwunden, Geist und Gedanken werden dann eine Einheit der Ruhe.

Wenn nun weiter unheilsame Gedanken aufkommen, dann empfiehlt Buddha, die Gedanken zu ‘untersuchen’, die Gefahr in ihnen ‘aufspüren’, um sie dann zu überwinden. Den Windungen des Gedankenpalastes nachforschen, sich überlegen, woher der Gedanke gerade jetzt stammt. So entsteht weitere Einheit, die Gefahren der einzelnen Gedanken genau abwägend.

Sollten die üblen Gedanken immer noch den Suchenden bedrücken, so muss er in der nächsten Stufe versuchen, diese zu vergessen, sie nicht zu beachten, um sie zu überwinden, so dass diese verschwinden. Also muss derjenige, den die üblen Gedanken plagen, diese behandeln wie Formen, die sein Auge streifen, die er aber nicht wahrnimmt, weil er sie nicht wahrnehmen möchte, entweder, indem er die Augen schließt, oder, indem er zur Seite schaut.

Wenn diese üblen Gedanken voller Gier, Hass und Verblendung ihn immer noch plagen, dann soll der Suchende versuchen, die Gedanken zum Schweigen zu bringen. Ähnlich einem schnell gehenden Mann, der sich überlegt, warum er so schnell geht, und was wäre, wenn er langsam gehen würde. Dann, wenn er langsam gehen würde, könnte er weiterhin überlegen, warum er nun langsam geht, was wohl wäre, wenn er stehen bleiben würde. Stehend könnte er nun überlegen, warum er denn steht, und er könnte sich hinsetzen, um sich weiter zu überlegen, warum er denn sitzt, und sich daraufhin hinlegt. So wie der schnell gehende Mann langsam wird, stehen bleibt, sich hinsetzt, und dann hinlegt, so sollen wir nach Buddha unsere Gedanken stilllegen, sie so zum Schweigen bringen.

Falls nun noch immer üble Gedanken mit Hass, Gier und Verblendung in uns sind, so sollen wir diese mit dem Herzen angreifen, während wir die Zähne fest zusammenbeißen, die Zunge an den Gaumen pressend. Etwa so, wie ein starker Mann einen schwächeren packt, und ihn zu Boden ringt, aber jetzt die Gedanken niederringend.

Wer so vorgeht, der wird nach Buddha ein Meister der Gedanken, der Herr seines Gedankenpalastes, der wird denken, was er will, nicht, was das Ego ihm bestimmt. Alles Begehren kann dieser Suchende abschneiden, er trägt keine Fesseln mehr, mit der Durchdringung des Ichs hat er “Erleuchtung” erlangt.

Der Weg ist das Ziel!

 

In dem Augenblick, in dem wir Zorn verspüren, haben wir bereits aufgehört nach der Wahrheit zu streben, und begonnen, nach uns selbst zu streben

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Das mystische Erlebnis ist jederzeit: hier und jetzt. In Freiheit, die Distanz ist, in Schweigen, das aus Stille kommt

Dag Hammarskjöld – Schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär – 1905 bis 1961

Die Zeichen der Dinge sind Empfindungen, die Zeichen der Begriffe Worte. Das Wort ist die Sache des Begriffes

Friedrich Heinrich Jacobi – Deutscher Philosoph – 1743 bis 1819

Das Reale wird durch Zeichen des Realen ersetzt

Jean Baudrillard – Französischer Philosoph und Soziologe – 1929 bis 2007

Sich auf Erklärungen einzulassen, ist immer ein Zeichen von Schwäche

Agatha Christie – Englische Krimischriftstellerin – 1890 bis 1976

Wenn einer die Illusion bekämpft, so ist das das sicherste Zeichen seines unvollkommenden und unzureichenden Wissen – eben ein Zeichen dafür, dass er einer Illusion zum Opfer gefallen ist

Giacomo Leopardi – Italienischer Dichter und Philologe – 1798 bis 1837

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