Unser “Recht auf Glück”

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Wer denkt, dass er/sie ein “Recht auf Glück” hätte, der ist völlig schief gewickelt. Das Einfordern von Glück beim Schicksal ist so erfolgreich, wie ein langes Gespräch mit der Wand.

Ob unser Weg ‘glücklich’ oder ‘unglücklich’ sein wird, das ist durch das Karma bestimmt. Sich hinzustellen und zu jammern, weil es eben nicht so läuft wie wir es uns wünschen, das bringt überhaupt nichts.

Ganz anders geht Buddha mit seiner Philosophie an das Leben heran. Nach dem Lehrer aller Lehrer sollen wir gar nichts bewerten, sondern die Dinge, die da kommen, annehmen, so wie sie kommen.

Wer sich frei macht von ‘gut’ oder ‘schlecht’, der erwartet kein Glück und kein Unglück, sondern wertungsfreie Ereignisse, die sein Leben abbilden.

Gestern hatte ich mir mit Freunden ein Rubbellos gekauft, die Spannung war hoch, hatten wir gewonnen, oder nicht? Ich war ungerührt, war doch die Entscheidung auf dem Rubbellos schon zu dem Zeitpunkt gefallen, als das Los gedruckt wurde. Und was wäre anders, wenn wir gewinnen würden? Jedenfalls war es eine Niete, die Situation war unverändert, das Recht auf Glück wäre verdient gewesen, sagten meine Freunde.

Wenn wir nun jede Begegnung, jede Begebenheit mit einer gefassten Neutralität begreifen, dann sind wir auf dem Pfad zur “Erleuchtung” weit gekommen, denn egal was wir gewinnen (oder verlieren), am Ende aller Dinge zerfällt alles zu Staub, nichts bleibt übrig, nichts ist wirklich. Alles ist endlich, Glück (oder Unglück) ist vergänglich.

Wollen wir uns wirklich über Dinge und Menschen aufregen, da wir doch die Zukunft schon kennen? Bringt es etwas, auf ‘Glück’ zu hoffen? Warum wollen wir, wünschen wir, wo doch alles im Nichts enden wird?

Und Glück ist auch nicht immer Glück, kann sich in der Retrospektive als Unglück erweisen. Das gebrochene Bein brachte den Mann ins Krankenhaus, wo er seine Frau kennengelernte; diese Geschichte habe ich gerade diese Woche gehört. Er erzählte mir, dass er sich lange eine Beziehung gewünscht hatte, es wollte und wollte nicht passen, und dann, durch ein Unglück kam es zu seinem Glück.

Aber ein “Recht auf Glück”, das gibt es nicht, es kommt einfach so, wie es kommen muss, ob es uns passt, oder eben nicht, das Leben bringt die seltsamsten Geschichten mit sich.

Wenn Sie wieder einmal unzufrieden sind mit den Ereignissen, dann überlegen Sie sich, ob es nicht auch Menschen gibt, denen es ’schlechter‘ ergeht, und ob das Einfordern von Glück „etwas bringt“.

Trotz allem, der Weg ist das Ziel!

 

Glück hängt nicht davon ab, was du hast oder wer du bist. Es hängt nur davon ab, was du denkst

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Der Zweck des Lebens ist die Ausweitung des Glücks. Glück ist das Ziel aller anderen Ziele

Deepak Chopra – Indischer Autor von Büchern über Spiritualität, alternative Medizin und Ayurveda – geboren 1946

Es gibt kein Glück im Wohlstand, durch Leiden wird das Glück erkauft

Fjodor Dostojewski – Russischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts – 1821 bis 1881

Nicht aus jeder Handlung erwächst Glück, aber es gibt kein Glück, ohne zu handeln

William James – US-amerikanischer Psychologe und Philosoph – 1842 bis 1910

Glück zieht wirklich immer noch mehr Glück an, wie ein Magnet

Sylvia Plath – Amerikanische Schriftstellerin und Dichterin – 1932 bis 1963

Makrobiotik ist ein Weg zum Glück

Georges Ohsawa – Japanischer Philosoph, Gründer der makrobiotischen Ernährung und Philosophie – 1893 bis 1966

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