Gemeinschaft

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Mit der Gemeinschaft ist es so eine Sache, die Wege der Menschen treffen sich, laufen eine gewisse Zeit parallel, dann trennen Sie sich wieder.
An was es immer genau liegt, das ist meist verborgen unter vielen Schichten der Emotionen, niemand weiß, wie genau diese Gemeinschaften entstehen, und wie sie schließlich wieder zerfallen. Jeder von uns hat erlebt, wie eine Gemeinschaft entstand, wie die Anziehung zwischen Menschen aufkam, und auch, wie diese Gemeinschaft dann wieder zerfiel.
Was meinen Sie, könnten die Bildung von Gemeinschaften auch aus den letzten Leben vorbestimmt sein? Wie hängen die Fäden der Interaktionen über die verschiedenen Reinkarnationen zusammen?
Welche Menschen sind Ihnen wichtig, was macht die Bindung zu genau diesen Leuten so besonders?
Erinnern Sie sich, woher Sie die wichtigen Menschen kennen, die nicht mit Ihnen verwandt sind?
Was denken Sie, wohin wird der Weg mit den Lieblingsmenschen gehen?
Niemand ist eine Insel, sogar Einsiedler treffen andere Lebewesen, sind abhängig von den Umständen. Wir sollten unseren Gemeinschaften mehr Energie zufliessen lassen, diese nicht einfach als selbstverständlich hinnehmen.
Meine Gemeinschaften sind mir sehr wichtig, immer, wenn eine zu Ende geht, dann bin ich nachdenklich. Hier hilft mir die Lehre Buddhas, alles geht zu Ende, nichts bleibt für immer.
Aus dieser Gewissheit ziehe ich die Kraft, denn ich weiß, dass ich keine Gemeinschaften auf Dauer eingehen kann. Dies gibt mir die nötige Ruhe, alles entspannt auf mich zukommen zu lassen. Ich kann eine Gemeinschaft eingehen, ohne zu sehr zu klammern, ohne anzuhaften, ohne übertriebene Vorstellungen und Wünsche an diese Gemeinschaft zu knüpfen. Denn wenn ich ohne Erwartungen an die Menschen herantrete, dann kann ich erstens nicht enttäuscht werden, und zweitens gehe ich mit den Energien, die das Universum mir so zuteilt. Ich folge den Wellen, die in ungeahnter Art vor mir auftauchen.
Jede Gemeinschaft hat ihren eigenen Zauber, ihre eigenen Gründe, ihre Geschichte und Geschichten, die Personen wechseln manchmal, nichts ist statisch, alles fliesst.
Wer in einer Gemeinschaft Harmonie findet, der sollte wissen, dass diese jeden Moment zerplatzen kann wie ein Luftballon.
Wer in einer Gemeinschaft Frieden findet, der sollte wissen, dass Unruhe nur einen Schritt entfernt ist.
Wer in einer Gemeinschaft Liebe findet, der sollte wissen, dass die Kehrseite der Medaille den Hass abbildet.
Wer in einer Gemeinschaft Akzeptanz findet, der sollte wissen, dass Ablehnung die Kehrseite der Medaille ist.
Egal was wir in einer Gemeinschaft finden wollen, es kommt immer anders als wir denken. Besser, wenn wir nichts suchen.
Der Weg ist das Ziel!
 
Hast du einmal erkannt, dass Leid dein Lehrer ist, wirst du es nicht mehr als deinen Feind sehen, den du besiegen musst
Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null
Das „Minderwertigkeitsgefühl“ bedarf der „Kompensation“ durch Hinwendung zur Gemeinschaft
Alfred Adler – Österreichischer Arzt und Psychotherapeut – 1870 bis 1937
Die Familie ist die älteste aller Gemeinschaften und die einzige natürliche
Jean Jacques Rousseau – Französischsprachiger Schriftsteller – 1712 bis 1778
Die wesentliche Gegenüberstellung lautet nicht: Einzelner oder Gemeinschaft, sie lautet: Typus oder Individuum
Ernst Jünger – Deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 – 1998
Das Gesetz ist die Verschreibung der Vernunft, die zum Wohl der Allgemeinheit angeordnet ist und vom Verantwortlichen der Gemeinschaft gegeben wird
Thomas von Aquin – Dominikanischer Philosoph und Theologe – 1225 bis 1274
Wir alle kannten eine lange Einsamkeit und stellten fest, dass die einzige Lösung die Liebe war und dass die Liebe mit der Gemeinschaft kam
Dorothy Day – US-amerikanische christliche Sozialistin und Journalistin – 1897 bis 1980

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