Der richtige Rat

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Ein Schüler ging zu seinem Chan- Meister, er fragte ihn: „Meister, wie kann ich „es“ verstehen, kannst du mir helfen?“

Der Meister antwortete ihm: „Du sprichst von „es“ und von „ich“, was meinst du damit?“ Der junge Mann wurde nachdenklich, der Meister drehte sich um, ließ ihn einfach stehen.

Einige Monate später kam er wieder zu seinem Meister, er stellte die Frage dieses Mal etwas anders: „Mit „ich“ war mein Geist gemeint, mit „es“ die restliche Welt. Wie hängt alles zusammen?“ Der Meister antwortete, dass das so nicht stimmen würde, ließ den Schüler wieder einfach stehen.

Als er recht demütig nach einigen weiteren Monaten wieder zum Lehrer kam, sagte er: „Meister, „ich“ und „es“ sind eins, stimmt das so?“ Der Meister antwortete ihm: „Nein, du hast es noch immer nicht verstanden.“ Der Schüler trottete sehr nachdenklich weg, er war deutlich angeschlagen.

Jahre später kam er wieder zu seinem Meister, ein inneres Strahlen war ihm anzumerken, zufrieden und in sich ruhend ging er auf den Lehrer zu, er faltete die Hände vor seiner Brust, verbeugte sich höflich und lange. Als er den Meister wieder ansah bedankte er sich für die Geduld, die der alte Mann mit ihm hatte.

Was meinen Sie, welchen Rat hat der junge Schüler erhalten?

Wie könnten die Dinge, die Gegebenheiten und die lebenden Wesen verbunden sein?

Wollen Sie über diese Geschichte heute nachdenken?

Tief in Ihrem Inneren sind Ihnen die wirklichen Zusammenhänge bewusst, nur sind die Einzelheiten tief verschüttet, aber kaum einer macht sich die Mühe, im Inneren nachzuforschen.

Welche Schritte wären für Ihren spirituellen Pfad wichtig? Wie soll Ihre Entwicklung verlaufen? Wie stellen Sie sich das „Es“ vor, nach dem der Schüler den Meister ursprünglich fragte?

Was meinen Sie, wohin wird die Reise für Sie gehen wird?

Wie wäre es wohl, wenn Sie ihre Lektion verstehen würden, wenn Sie tiefere Einsichten gewinnen könnten? Wie hängen die Dinge zusammen, wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Wer bin ich?

Mein Rat an Sie wäre, sich einmal auf die Reise einzulassen, den Weg Buddhas zu beschreiten, ab jetzt das Wünschen und das Wollen zu unterlassen. Es kommt doch eh immer anders, als wir es uns vorstellen, nichts passiert ohne Grund.

Was meinen Sie, was würden Sie etwa ihren Kindern raten? Gäbe es hier Überschneidungen mit der Lehre Buddhas? Wären bei Ihnen Verbesserungen möglich, sind Sie bereit, sich zu versuchen?

Der Weg ist das Ziel!

 

Ein Mensch wird nicht weise genannt, weil er redet und wieder redet; sondern ist er friedlich, liebevoll und furchtlos, dann wird er in Wahrheit „der Weise“ genannt

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Die Philosophie ist ein guter Rat: Einen guten Rat gibt niemand mit lauter Stimme

Seneca d.J. – Römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker und Stoiker – 1 bis 65

Der einzige Rat, den man jemand fürs Lesen geben kann, ist tatsächlich der, keinen Rat anzunehmen, dem eigenen Instinkt zu folgen, den eigenen Verstand zu gebrauchen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen

Virginia Woolf – Britische Schriftstellerin – 1882 bis 1941

Das Leben ist nur zu haben um den Preis des Sterbens, der in Raten des Abschieds gezahlt werden muß

Rupert Lay – Deutscher Philosoph und Theologe, Unternehmensberater und Psychotherapeut – geboren 1929

Die Klugheit gibt nur Rat, die Tat entscheidet

Franz Grillparzer – Österreichischer Dramatiker – 1791 bis 1872

Wem nicht zu raten ist, dem hilft alle Reue, die hinterher kommt, nicht mehr

Lü Buwei – Chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph – 300 bis 236 vor dem Jahr Null

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