Der Preis

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Der Preis für die Dinge, die wir lieben, der ist Angst.

Wer liebt, der sorgt sich um alle Menschen und Begebenheiten, denn er hat Angst, diese wieder zu verlieren.

Hier hilft es nicht, sich etwas vorzumachen, unsere Existenz ist endlich, wir werden alles verlieren, nichts wird bleiben.

Je mehr wir lieben, desto mehr können wir verlieren, der Preis ist immer zu zahlen, egal wie wir die Sache angehen wollen.

Jede Sekunde kann alles, wirklich alles, vorbei sein, es bringt nichts, sich Sorgen zu machen, trotzdem tun wir es, unsere Gedanken schweifen immer wieder zu den Dingen und Menschen, die uns lieb sind, die unser Herz gewonnen haben.

Wenn wir in Kontakt zu Menschen haben, uns an Dinge gewöhnen, dann entstehen Sorgen und Ängste von ganz alleine, so scheint unsere menschliche Existenz zu funktionieren. Die Gedanken verselbstständigen sich, drehen sich im Kreis, unser Gedankenpalast macht mit unserem Ego eine große Party.

Buddha sagte einmal: Wer 50 Menschen liebt hat 50 Sorgen, wer niemanden liebt hat keine Sorgen.

Wer sich also auf die Liebe einlässt, der ist eine mutige Person, denn tief im Inneren ist jedem klar, dass man alle lieb gewordenen Menschen wieder verlieren wird, ja verlieren muss.

Die Philosophie Buddhas zeigt, dass wir uns keine Sorgen machen sollten, nicht in Ängsten leben dürfen, denn NICHTS können wir ändern, weder durch Sorgen, noch durch Ängste.

Den Preis müssen wir nicht bezahlen, wenn wir darüber nachdenken wird uns auffallen, dass alles genau so bleiben würde, wenn wir uns KEINE Sorgen machen würden.

Haben Sie schon einmal in Asien eine stark befahrene Strasse überquert? Ich habe lange in Asien gelebt, in China, in Thailand und in Kambodscha. Am Anfang habe ich immer genau geschaut, wann ich losgehen kann, bin zurück gesprungen, wenn ich dachte, dass es “eng” werden könnte. Irgendwann bin ich dann einfach losgelaufen, der Verkehr “floss” auf einmal um mich herum, wie von Zauberhand wurde ich zu einem Teil der Angelegenheit, die anderen Verkehrsteilnehmer nahmen Rücksicht auf mich.

Als ich aufhörte mir Angst und Sorgen zu machen, da musste ich keinen Preis mehr bezahlen.

Der Weg ist das Ziel!

 

Das ganze Geheimnis der Existenz ist, keine Angst zu haben

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Im Reiche der Zwecke hat alles entweder einen Preis oder eine Würde. Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes als Äquivalent gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet, das hat eine Würde

Immanuel Kant– Deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung – 1724 bis 1804

Das Böse ist der Preis der Freiheit

Rüdiger Safranski – Deutscher Schriftsteller – geboren 1945

Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis und von nichts den Wert kennt

Oscar Wilde – Irischer Schriftsteller – 1854 bis 1900

Das Leben ist nur zu haben um den Preis des Sterbens, der in Raten des Abschieds gezahlt werden muß

Rupert Lay – Deutscher Philosoph und Theologe, Unternehmensberater und Psychotherapeut – geboren 1929

Du musst tot sein. Wenn Du den Preis gekriegt hast, danach ist Schluss

Susan Sontag – US-amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Publizistin – 1933 bis 2004

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