Negative Glaubenssätze

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Wir glauben alles mögliche, im positiven oder im negativen Kontext.
Derartige Überzeugungen haben wir von den Eltern erlernt, vom Umfeld übernommen, oder schlicht aus unserem gefühlten Bewusstsein entwickelt. Pflichtbewusstsein, religiöse oder spirituelle Dogmen, angelernte Filter, alles mögliche hat seinen Platz in unserem Kopf gefunden.
Das Problem ist, dass derartige Glaubenssätze hier schon Jahrzehnte „lagern“ können, aus vorgefertigten Urteilen ergeben sich „Vorurteile„. Der Wahrheitsgehalt solcher Glaubenssätze ist meist recht unbestimmt, haben wir doch die Vorurteile schon lange in unserem Gedankenpalast.
Das Problem ist, dass wir diese Vorurteile mit Wahrheiten verwechseln, dabei sind die Glaubenssätze längst ein „alter Hut“.
Die Welt dreht sich schnell, der Zeitgeist entwickelt sich rasant, was heute „richtig“ erscheint, das kann morgen „falsch“ sein. Buddha sagte seinen Anhängern, dass sie nicht in richtig oder falsch unterscheiden sollen, sondern immer neu über die Umstände befinden müssen, um den achtfachen Pfad zur „Erleuchtung“ zu gehen.
Dadurch lernen wir neue Denkmuster kennen, alte Glaubenssätze fallen von uns ab, neue Überzeugungen ersetzen verkrustete Meinungen, wer immer neu entscheidet bleibt geistig fit, kann mit der Zeit gehen, keinesfalls auf der Stelle treten.
Welche Glaubenssätze haben Sie? Was ist Ihre Einstellung? Haben Sie ein Motto? Welche Weisheiten fallen Ihnen ganz spontan ein? Welche Sätze hat Ihre Mutter oder Ihr Vater immer gesagt, an was können Sie sich erinnern? Wie ist Ihre spirituelle Ausrichtung? Wollen Sie Kinder, Familie? Ist Ihnen materieller Wohlstand wichtig?
Sind Ihre Glaubenssätze negativ oder positiv? Glauben Sie, dass die Welt sich gegen Sie verschworen hat? Oder halten Sie sich für einen „Glückspilz“?
Vervollständigen Sie folgende Sätze:
Ich will mit meinem Leben………………………..
Meine Freunde denken von mir, dass ………………………
Meine Familie hat mir ………………………
Mein Job ist ………………………
So, was sind Ihre Glaubenssätze, was meinen Sie?
Und welche sind gut für Sie, welche sollten weg?
Wie können Sie jetzt die „guten“ Glaubenssätze verstärken, die schlechten abstellen?
Ganz einfach, durch intensives Nachdenken, durch Kontemplation, durch Achtsamkeitsübungen.
Können Sie die weniger guten Glaubenssätze in einen besseren Bezug bringen? Was wäre, wenn Sie das Glas nicht als halb leer sehen, sondern als halb voll?
Wie könnten Sie „negative“ Glaubenssätze in positive Ansichten umdeuten?
Wo wollen Sie mit Ihrem Leben hin?
Buddha mahnte uns, achtsam und diszipliniert durch das Leben zu gehen, keinesfalls „aufzugeben“. Daraus folgt, dass wir unsere Glaubenssätze immer wieder hinterfragen, auf unsere momentanen Umstände zu anzupassen.
Die Glaubenssätze zu verändern ist keine leichte Aufgabe, hier wird ein Prozess angestossen, der über die Zeit einfacher wird.
Hier gilt natürlich auch: Der Weg ist das Ziel!
 
Die Beruhigten sagen, dass das, was gut gesprochen wird, das Beste ist; zweitens, dass man sagen sollte, was richtig und nicht ungerecht ist; drittens, was angenehm und nicht unangenehm ist; viertens, was wahr und nicht falsch ist
Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null
Zu glauben ist schwer, nichts zu glauben ist unmöglich
Victor Hugo – Französischer Schriftsteller – 1802 bis 1885
Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts
Samuel Butler – Britischer Schriftsteller, Komponist, Philologe, Maler und Gelehrter – 1835 bis 1902
Was du zu müssen glaubst, ist das, was du willst
Marie von Ebner-Eschenbach – Österreichische Schriftstellerin – 1830 bis 1916
Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen
Konrad Adenauer – Erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland – 1876 bis 1967
Das Gefährliche an Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird
Hans Krailsheimer – Deutscher Jurist und Schriftsteller – 1888 bis 1958

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