Die Shaolin Tempel

0
2

Der Muttertempel der Shaolin befindet sich im chinesischen „Herzland“, in der Provinz Henan, im Song Shan Gebirge, einer der fünf heiligen Berge Chinas.

Dann gibt es offizielle Ableger des Shaolin Tempels, etwa in der Provinz Fujian, genannt der „Süd-Tempel“.

Darüberhinaus gibt es in verschiedenen Ländern halboffizielle Tempel, die meist unter der Bezeichnung „Kulturzentrum“ firmieren.

Besonders hervorheben möchte ich hierbei den Shaolin Temple UK, den mein Meister Shi Yanzi leitet.

Auch in den USA gibt es eine große Gemeinschaft des Shaolin Tempels, die auf die Initiative von Shi Yanming zurückgeht.

Weitere lizensierte Ableger gibt es in Österreich und Deutschland, sowie den außerordentlich authentisch geführten Shaolin Tempel Europe in Kaiserslautern.

Die Tempel in Europa sind im allgemeinen nicht mit Kirchen zu vergleichen, einfach zum Beten vorbeikommen ist nicht möglich. Der Augenmerk liegt auf Buddhismus und Kung Fu, es wird viel trainiert, aber auch meditiert. Jedenfalls finanzieren sich die Einrichtungen über ein Kurssystem, so dass eine Form der Mitgliedschaft nötig ist.

Im Shaolin Tempel Europe in Kaiserslautern gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Retreats und Kloster auf Zeit zu buchen. Der Abt dort sagte mir, so sehr er sich über Besuch freuen würde, so zeitintensiv sei es, die Menschen herumzuführen, die normale Arbeit würde darunter leiden. Und ein Tempel ist wie jede Unternehmung sehr arbeitsintensiv. Deshalb könne man den Tempel nicht mehr unangemeldet besuchen.

Für Chinesen ist eine Mönchsausbildung sehr reglementiert, die Kenntnis der Sprache ist Voraussetzung, ein Studium des Buddhismus wird in China gerne gesehen. Dann kann der fertige Mönch den Tempel (mehr oder weniger) frei wählen, zwischen den Tempeln reisen. Jedoch ist festzuhalten, dass der Shaolin Tempel diejenigen Mönche besonders anzieht, die auch Kampfsport oder wenigstens Qi Gong betreiben. Rein buddhistische Mönche schauen etwas auf Kampfmönche herab, auch hier gilt, dass die Lehre dynamisch ist, und verschiedene Ansichten zueinander in Widerspruch stehen.

In Europa nimmt nur der Shaolin Tempel Europe in Kaiserslautern Mönchsanwärter (Novizen) auf, allerdings bewerben sich jedes Jahr ca. 500 Bewerber, es werden aber nur 5 angenommen. Fertige, ordinierte Mönche bleiben meist bei ihrer Linie, folgen den Lehrsätzen ihrer Schule, ein Austausch findet kaum statt.

Da der Zen-Buddhismus (Chinesisch: Chan) im Shaolin Tempel China begründet wurde, folgen im Ergebnis die meisten Schulen wenigstens den Ursprüngen der Shaolin Lehren.

Interessierte an einer Ausbildung zum Mönch (einen Nonnentempel gibt es nur in Shaolin China) ist geraten, sich in London oder Kaiserslautern zu bewerben.

Allerdings sind die meisten Shaolin-Mönche schon in frühester Jugend mit Kampfkunst in Berührung gekommen, wer später damit beginnt wird schwerlich wahre Perfektion erreichen.

Aber auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel!

Die Zeit ist ein großer Lehrer. Das Unglück: Sie tötet ihre Schüler

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Weder Krieger noch Mönche nähren ein Land

Johann Gottfried Herder – Deutscher Dichter, Philosoph, Übersetzer und Theologe der Weimarer Klassik – 1744 bis 1803

Alle Mönche stehen vor dieser Wahl: entweder der Unglaube macht ihnen ihren Beruf verhasst, oder der Stumpfsinn lässt ihn erträglich werden

Voltaire – Autor der französischen und europäischen Aufklärung – 1694 bis 1778

Als ich ein Kind war, sagte meine Mutter zu mir: Wenn Sie Soldat werden, werden Sie General. Wenn du ein Mönch wirst, wirst du der Papst sein. Stattdessen wurde ich Maler und endete als Picasso

Pablo Picasso – Spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer – 1881 bis 1973

Ich verzichte auf Alkohol. Ich merke auf einmal, wie sehr ein Glas Wein am Abend zur Gewohnheit werden kann. Aber ich will das Fasten auch nicht zum Gesetz machen. Die alten Mönche hatten da wunderbare Ausnahmen, etwa den Sonntag und Zeiten „auf Reisen“

Margot Käßmann – Deutsche Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers – geboren 1958

Der Mönch spricht, wenn er redet, ruhig und ohne Gelächter, demütig und mit Würde wenige und vernünftige Worte und macht kein Geschrei, da geschrieben steht: ‚Den Weisen erkennt man an den wenigen Worten

Benedikt von Nursia – Gründer des Benediktinerordens – 480 bis 547

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here