Das Glück ist zum Greifen nahe

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Doch auch das Glück ist vergänglich. Alles wird vergehen.

Was war, das ist vergangen, wird nicht zurückgekommen, aus der Vergangenheit spüren wir noch die Energien. Selbst wenn wir in der Zeit zurückversetzt sein würden, was zum Greifen nahe war, das ist jetzt auf der anderen Seite der Welt.

Das Glück könnte allumfassend in den kleinen Dingen des Lebens liegen. Dann wäre es auch zum Greifen nahe, denn wenn wir den Zauber selbst (oder gerade) dabei sehen können, dann sind wir wirklich glücklich.

Was können wir tun, wie greift „man“ nach dem Glück?

Nach Buddha ist NICHTS so wie es zuerst scheint, wenn wir also die Dinge und Ereignisse werten, ob sie Glück oder Pech für uns bedeuten, dann handeln wir schon im Wünschen und im Wollen.

Also was tun, wie mit dem Leben umgehen? Sollen wir vielleicht nicht mehr in Kategorien wie Glück oder Pech „leben“?

Wenn sogar Glück vergehen kann, dann ist es auf Dauer nicht befriedigend, nicht erfüllend. Und somit ist selbst das Greifen nach dem Glück nicht genügend, da es unweigerlich sich wieder „in Luft“ auflöst.

Die Lösung kann also nicht im Aussenbereich liegen, sie muss aus uns kommen. Das Glück liegt in uns, wir können es daher so leicht erreichen, wir müssen nicht danach „greifen“.

Buddha sagte, dass wir nach der „Erleuchtung“ streben, nichts wünschen, nichts wollen, keinesfalls werten sollten. Dabei sollen wir den mittleren Weg wählen, nichts suchend, alles akzeptierend. Also uns auch kein Glück wünschen, Pech einfach stoisch zur Kenntnis nehmen sollen.

Was meinen Sie, welchen Idealen gilt es zu folgen, wonach sollten wir Menschen streben? Nach Glück, Vorteilen und Erleichterung? Oder nach der Wahrheit, nach der Erkundung der wirklichen Zusammenhänge, nach der Erkenntnis von Ursache und Wirkung?

Wenn selbst das Glück vergänglich ist, was bleibt uns Menschen dann noch zu ergreifen? An was können wir uns festhalten, wenn wir uns einsam fühlen, wenn wir die Vergänglichkeit spüren, wenn der Moment des Alleinseins kommt?

Wer nach dem „Glück greifen“ will, der kann sich die Lehre Buddhas näher ansehen, denn hier findet sich eine stille Form der Zufriedenheit, die nicht vergeht, die selbst die Vergänglichkeit überdauert.

Was ist Glück, was ist Pech, aus Glück kann schnell Unglück werden, aus Pech folgt dann Glück. Warum haben Sie soviel Angst vor der Wahrheit? Tief in Ihrem Inneren wissen Sie, dass alles Vergängliche keine dauerhaften Emotionen auslösen kann.

 

Die schlimmen, unsäglichen Zustände des Geistes, die zur Wiedergeburt führen

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Greife das Böse an, das in dir ist, anstatt das Böse anzugreifen, das in anderen ist

Konfuzius – Chinesischer Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie – 551 bis 479 vor dem Jahr Null

Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an, wenn du ihnen hilfst, hilf ihnen trotzdem

Mutter Teresa – Katholische Selige, Ordensschwester und Missionarin – 1910 bis 1997

Der Sinn des Lebens ist es schließlich, zu leben, bis an die äußersten Grenzen dessen zu gehen, was wir erfahren können, begierig und furchtlos nach immer neuen, reicheren Erfahrungen zu greifen

Eleanor Roosevelt – US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin – 1884 bis 1962

Selig der Mann, dem Einsamkeit genug, der niemals seidene Gewänder trug, der wie ein Greif zum Himmel aufgeflogen, statt wie die Eule sitzt in Lug und Trug

Omar Khayyam – Persischer Mathematiker, Astronom, Philosoph und Dichter – 1048 bis 1131

Das Auge sagte eines Tages: „Ich sehe hinter diesen Tälern im blauen Dunst einen Berg. Ist er nicht wunderschön?“ Das Ohr lauschte und sagte nach einer Weile: „Wo ist der Berg? Ich höre keinen!“ Darauf sagte die Hand: „Ich versuche vergeblich, ihn zu greifen. Ich finde keinen Berg!“ Die Nase sagte: „Ich rieche nichts. Da ist kein Berg!“ Da wandte sich das Auge in eine andere Richtung. Die anderen diskutierten weiter über diese merkwürdige Täuschung und kamen zu dem Schluss: „Mit dem Auge stimmt etwas nicht!

Khalil Gibran – Libanesischer Künstler und Dichter – 1883 bis 1931

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