Die verschiedenen Arten wahren Wissens

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Es ist überliefert, dass Buddha bei der Stadt Assapura im Land der Aiganer eine längere Lehrrede gehalten hat, die zuerst immer weiter mündlich überliefert wurde, bis man sie eines Tages aufgeschrieben hat.
Die Sprache, in der die Aufzeichnung erfolgte, wirkt heute aus der Zeit gefallen, weshalb hier eine moderne Zusammenfassung der Worte Buddhas veröffentlicht wird.

Teil 6: Die verschiedenen Arten wahren Wissens

So habe ich gehört:
Buddha sprach: „Ihr angehenden Mönche
Diese erwiderten: „Ehrwürdiger Herr
„Diejenigen unter uns, deren Geist nun klar ist, ohne Makel und gesäubert, frei von Unrat und Belastung, ohne Anhaftungen, frei von Hass, Gier oder Verblendung, die ohne Wertung alle Dinge und Wesen betrachten, die richten ihre Energien nun auf die Erinnerung an vorherige Leben. Sie erinnern sich zuerst an ein Leben, dann an zwei Leben, an drei Leben, an vier und an fünf Leben, an zehn Geburten, an hundert Geburten, an hunderttausende Leben, die sie schon geführt haben.“
„Sie erinnern sich an die Zeiten, in denen das Universum expandierte, sie erinnern sich aber auch an die Zeiten davor, sie erinnern sich an die Namen, mit denen sie genannt wurden, sie erinnern sich an die damalige Familie, an ihr Äußeres, an ihre Umstände, an glückliche und traurige Zeiten, jedes ihrer alten Leben zieht an ihnen vorbei.“
„Stellt euch das Erinnern an die früheren Leben vor, wie wenn ihr von einer Stadt in die nächste wandern würdet, dann weiter in eine andere, wenn ihr wollt auch zurück in eure „Heimatstadt“.
„Was habt ihr damals gedacht, mit wem gesprochen, wen habt ihr geliebt? Welche Arbeit hattet ihr, wie war die Gesundheit, welche Besonderheiten habt ihr erlebt?“
„Wer von reinem Geist ist, der erinnert sich an viele vorangegangene Leben, an die Aspekte des Erlebens, an die Loslösung von aller Haftung.“
„Auf der Reise zur „Erleuchtung“ betrachtet der Übende seine vergangenen Leben im Einklang der Vollkommenheit, unerschütterlich und voller Wissen richtet er sich am Universum aus, reist zurück zu seinen früheren Leben, zuerst in ein Leben, dann in zwei Leben, in drei Leben, in vier und in fünf Leben, bei zehn Geburten, bei hundert Geburten, dann in hunderttausende Leben.“
„Wer konzentriert und wie der Bambus ist, der hat den freien Geist, der zur Reise in die vorangegangenen Leben nötig ist. Wer ohne Makel ist, der erkennt die verschiedenen Arten des wahren Wissens, der erinnert sich, der reist durch Zeit und Raum, mit reinem Herz und klarem Verstand.“
So sprach der Buddha!
Lesen Sie hier die anderen Teile der wichtigen Lehrrede Buddhas bei der Stadt Assapura:
Teil 1 – Über die Mäßigung beim Essen
Teil 2 – Verhalten und Lebensweise
Teil 3 – Sinneskontrolle
Teil 4 – Die 5 Hindernisse 
Teil 5 – Die 4 Vertiefungen
Teil 6 – Die verschiedenen Arten wahren Wissens
Teil 7 – Klarheit und Achtsamkeit
 
 
Ein Mönch hat den Geist zur Ruhe gebracht, sein Ego zum Schweigen gezwungen
Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null
Das Übel derer, die Fehler machen ist, dass sie etwas nicht wissen und doch denken, sie wissen es
Lü Buwei – Chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph – 300 bis 236 vor dem Jahr Null
Wer liebt lernt wissen, das Wissen lehrt Lieben
Bettina von Arnim – Deutsche Schriftstellerin – 1785 bis 1859
Wisse um das Weiße, aber bewahre das Schwarze
Laozi – Legendärer chinesischer Philosoph – 6. Jahrhundert vor dem Jahr Null
Wissen heißt wissen, dass wir nicht wissen können
Ralph Waldo Emerson – US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller – 1803 bis 1882
Zu wissen, dass wir wissen, was wir wissen, und zu wissen, dass wir nicht wissen, was wir nicht wissen, ist wahres Wissen
Nicolaus Copernicus – Preußischer Astronom der Renaissance – 1473 bis 1543
Alles, was man über Gott zu wissen braucht oder wissen kann, ist im Leben und im Charakter seines Sohnes offenbart
Ellen G. White – Gilt als Mitbegründerin und Prophetin der Siebenten-Tags-Adventisten – 1827 bis 1915
Man kann wissen, wie man siegt, ohne fähig zu sein, es zu tun
Sunzi – Chinesischer General und Militärstratege – 543 bis 495 vor dem Jahr Null
Sich verwirrt zu fühlen, ist der Anfang des Wissens
Khalil Gibran – Libanesischer Künstler und Dichter – 1883 bis 1931

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