Das Reisen

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Wer eine Reise macht, der kann etwas erleben!
Das Reisen ist eine große Freude, man erhält neue Eindrücke, lernt andere Menschen und Kulturen kennen. Alles ist dabei ungewohnt, man muss sich zuerst an die veränderten Umstände gewöhnen.
Fremdes Essen mit ungewohnten Gewürzen, andere Rituale und Gewohnheiten, Eindrücke prasseln auf einen ein.
Der Mensch ist lange Zeiten nicht sesshaft gewesen, erst mit der Entdeckung von Ackerbau vor ca. 8000 Jahren hat sich dies verändert. Deshalb ist der „Wandertrieb“ wahrscheinlich noch tief in unseren Genen verwurzelt, das Reisen liegt uns sozusagen im Blut.
Der historische Buddha reiste zu seiner Zeit häufig umher, um seine Philosophie zu verbreiten. Seine damaligen Lehrreden wurden von seinen Anhängern später aufgezeichnet. Bei seinen Reisen lernte auch er viele Menschen kennen, erlebte zahlreiche Begebenheiten.
Selbst ein kleiner Ausflug kann aber schon wahre „Wunder“ wirken, es muss nicht immer eine große Reise sein. Eine schöne Wanderung in den Bergen, ein ausgedehnter Spaziergang im Wald, oder ein strammer Marsch um die Häuser, das Wandern war schon immer der Deutschen Lust. Eine kurze, wilde Reise macht den Kopf frei, kann auf manche Menschen sehr meditativ und anregend wirken.
An anderen Orten erlebt die Seele schnell eine völlig veränderte Verfassung, kann die Dinge wieder mit etwas Abstand sehen. Aber auch dabei gilt es, die Weltanschauung Buddhas nicht aus den Augen zu lassen, sich auch „auf dem Weg“ mit der Lehre und ihren Inhalten zu beschäftigen. Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?
Dabei ist zu beachten, dass das Erreichen eines Zieles nicht der Grund einer Reise sein kann, sondern die Reise selbst ist ein Selbstzweck, denn das Reisen zeigt uns die Vergänglichkeit des Lebens. Gerade noch erfreuten wir uns an dieser oder jener Aussicht, schon stehen neue Bilder und Eindrücke vor uns, der Weg ist das Ziel, nicht die Ankunft. Dann kann ein solcher Weg die Reise zu sich selbst sein, zum eigenen „Ich“, fortwährend die Lehre des großen Lehrers hinterfragend.
Was passiert in Ihnen, wenn Sie sich nach dem weiteren Weg der Reise umschauen? Sind es Sie selbst, der den Weg bestimmt, oder ist es Ihr Karma, dass die Richtung vorgibt?
Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Ihnen etwas bereits bekannt erscheint?
Gibt es Dinge, die Sie förmlich anziehen?
Können Sie schon in Gedanken eine Reise im Voraus erleben, wenigstens in kleinen Teilen?
Wenn Sie nach der Lektüre dieses Textes so für sich in Ihrem Gedankenpalast forschen, wohin möchten Sie verreisen?
 
Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei. Es ist ohnehin schon wenig genug
Max Frisch – Schweizer Schriftsteller – 1911 bis 1991
Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon
Augustinus Aurelius – Römischer Bischof – 354 bis 430
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen
Johann Wolfgang von Goethe – Deutscher Dichter – 1749 bis 1832
Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein
Theodor Heuss – Erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland – 1884 bis 1963
Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich sind wir alle nur sterblich
Jean-Luc Picard – Kommandierender Offizier der Enterprise – Fiktive Figur, gespielt von Patrick Stewart
Wenn man beginnt, seinem Passfoto ähnlich zu sehen, sollte man in den Urlaub fahren
Ephraim Kishon – Israelischer Satiriker ungarischer Herkunft – 1924 bis 2005

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