Mein Körper

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Dieser Körper ist nur das Vehikel, das meine Persönlichkeit transportiert.
Ich gehe nun schnell auf die sechzig Lebensjahre zu, dieser Körper hat mir gute Dienste geleistet. Wenn ich sage, wie alt ich bin, dann wollen die Menschen das nicht glauben, Verwunderung zieht über die Gesichter. Dann kommen Sätze wie etwa: „Ich hätte dich auf Anfang vierzig geschätzt, niemals auf fast sechzig.“
Die Anhänger der buddhistischen Lehre „wissen“, dass der Körper uns nicht gehört, wir diesen „nur“ als Vehikel für unsere Persönlichkeit ausgewählt haben. Buddha lehrte, dass das Leben nur ein Traum ist, es hinter die Kulissen zu blicken gilt.
Trotzdem ist der Körper eine Art von persönlichem Tempel, den es zu pflegen und zu warten gilt, ähnlich einem Auto. Bei einem Auto muss das Öl gewechselt werden, die Wartung hat regelmäßige Intervalle, es wird mit Brennstoff betankt, gewaschen und in Stand gehalten. So verhält es sich auch mit dem Körper.
Ich für meinen Teil pflege „meinen“ Körper sehr, mache viel Qi Gong und Yoga, esse nur einmal täglich und sehr gesund, trinke keinen Alkohol (fast nie), nehme keine Drogen, versuche, körperlich im Gleichgewicht mit der Natur zu sein.
Regelmäßige Diäten und Reinigungen, häufige Besuche beim Osteopathen, ausgedehnte Körperpflege und eine ausgeprägte Achtsamkeit haben die Leistungsmöglichkeiten „meines“ Körpers stark verbessert, lassen mich deutlich jünger aussehen als ich in Wirklichkeit bin.
Über die vielen Jahre ist mir diese Form der Disziplin nicht immer leicht gefallen, manchmal habe ich die Zügel schleifen lassen, habe zu- und wieder abgenommen, auch manchmal zu viel getrunken, mich von dem angeblich so schönen Leben verführen lassen. Aber immer bin ich zurück zu meinen Wurzeln gekommen, habe mich „am Riemen“ gerissen, wieder das strenge Regiment von Sport und Achtsamkeit aufgenommen.
Der historische Buddha hatte ein strenges Fasten gehalten, manchmal mehr, manchmal weniger auf seinen Körper geachtet, da nach buddhistischer Philosophie alles genau so kommt, wie es kommen soll.
Ich habe den Buddhismus im Shaolin Tempel China gelernt. Dort praktizieren die Mönche ausser den Lehren Buddhas auch Kampfsport (Kung Fu) und Qi Gong, haben ein sehr körperbetontes Leben, das ich mir ebenfalls angewöhnt habe.
Ein buddhistisches Leben ist ein achtsames Leben, ganz besonders gegenüber dem eigenen „Ich“. Ich weiß, dass „mein“ Körper vergehen wird, dass alle Arbeit daran letztendlich sinnlos ist, da diese Hülle sterben wird. Es spielt also keine Rolle, ob ich dick oder dünn, gesund oder ungesund durch die Zeit „gehe“. Trotzdem erfüllt mich meine Gesundheit mit tiefer Zufriedenheit, gerade nach dem Sport und dem Yoga ergreift mich eine stille Freude, ich fühle mich dann rundum „wohl“. Sicherlich sind diese Momente so vergänglich wie ein Windhauch, aber mir persönlich geben sie Kraft und Ruhe.
 
Es ist der Geist, der sich den Körper baut
Friedrich Schiller – Deutscher Dichter – 1759 bis 1805
Durch den Körper wird der Schatten bewegt
Lü Buwei – Chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph – 300 bis 236 vor dem Jahr Null
Mein Körper ist mein Tagebuch und meine Tattoos sind meine Geschichte
Johnny Depp – US-amerikanischer Schauspieler – geboren 1963
Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist
Joseph Addison – Englischer Dichter, Politiker und Journalist – 1672 bis 1719
Unser Körper ist die Harfe unserer Seele
Khalil Gibran – Libanesischer Künstler und Dichter – 1883 bis 1931
Ein schwacher Körper schwächt die Seele
Jean Jacques Rousseau – Schweizer Philosoph – 1712 bis 1778
Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper
Juvenal – Römischer Dichter – ca. 60 bis 127
Der Körper ist das Grab der Seele
Platon – Griechischer Philosoph – 427 bis 347 vor dem Jahr Null
 

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