Film des Lebens

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Kommt Ihnen Ihr Leben vor wie ein Film, der langsam und gemächlich an Ihnen vorbeizieht?
Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie die Situation schon einmal „gesehen“ (oder erlebt) haben?
Das Leben ist, wie es eben ist. Könnten wir nur die Schauspieler in einem Film sein, von dem wir uns einbilden, dass er unser Leben ist?
Nach Buddha ist wenig oder nichts real, unser Leben wäre dann auch nicht echt, nur gefühlt, abhängig von Emotionen.
Wenn unser Leben uns also vorkommt wie ein Film, was wären dann die möglichen Schlüsse aus dieser Möglichkeit?
Was wäre, wenn wir uns (nur für einen Tag) zurücklehnen würden, ohne etwas bewußt zu tun, und dabei abzuwarten, was der Film des Lebens heute so bringen mag? Einfach für vierundzwanzig Stunden still abzuwarten, nichts zu wollen, nichts wünschen, nicht mit dem Karma und dem Schicksal zu hadern? Dabei nur den Film betrachten, der vor unseren Augen läuft, würden Sie das schaffen?
Im Buddhismus geht es darum, hinter „die Kulissen“ zu blicken, die gefühlte Realität zu verlassen, zu erwachen, die „Erleuchtung“ zu finden. Solange wir nur hasten und hetzen, nie zur Ruhe kommen, solange können wir auch unmöglich die Zusammenhänge begreifen, da wir in „unserer kleinen Welt“ gefangen sind, die Rolle leben, die wir uns ausgesucht haben. Was aber ist mit der wahren Persönlichkeit, die von der „Rolle“ verborgen wird, die sich bewußt dahinter versteckt?
Um auf diese Reise aufzubrechen müssen Sie zuerst zwischen Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Ego trennen. Das Ego ist angelernt, die Persönlichkeit vom Karma zugeteilt. Über die Jahre haben wir uns angewöhnt, das zu sehen, zu hören und zu fühlen, was uns „in den Kram“ passt, was wir dann den anderen Menschen in unserem Umfeld vorspielen. Aber die Persönlichkeit, die reist schon lange durch das Universum, sie wird wieder geboren, lebt weiter.
Um nun diese lang verschollene und tief im Inneren verschüttete Persönlichkeit wiederzuentdecken müssen wir zur Ruhe kommen, sie vom Ego abkoppeln. Dabei werden einige sehr schmerzliche Momente entstehen, das können viele „fühlen“, weshalb die Reise zum eigenen „Ich“ häufig gar nicht erst begonnen wird. Die Anhänger des Buddhas aber sind bereit, sich dieser „Selbsterkenntnis“ zu stellen, und damit dem großen Lehrer auf seinem Pfad zu folgen.
Also Ihr Film des Lebens, was wäre damit, wenn Sie sich einmal gemütlich „zurücklehnen“ würden, auf die Dinge warten, die das Karma für Sie bereit hält?
Was meinen Sie, wie würde sich Ihr Leben verändern, wenn Sie nichts mehr wollen, keine Wünsche mehr haben, und nicht mehr mit dem Karma hadern? Den Film des Lebens stillschweigend akzeptierend, ohne Ängste, ohne Sorgen! Im Jetzt und im Heute lebend, in sich ruhend den Film betrachtend.
Die Pflanzen in Ihrem Garten, machen die sich etwa Sorgen, ob es auch morgen noch regnen wird?
Die Tiere im Zoo, durchleben diese Ängste wegen einer „Vorstellungswelt“?
 
Manchmal ist mir, als hätte man uns in einen Film gesperrt. Wir kennen unseren Text, wir wissen, wo wir gehen und stehen sollen, und es gibt keine Kamera. Aber wir können nicht mehr raus. Und es ist ein schlechter Film
Charles Bukowski – US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller – 1920 bis 1994
Du musst ja nicht leiden, um Leid im Film zu zeigen. Du kannst Dinge verstehen
David Lynch – US-amerikanischer Regisseur – geboren 1946
Ich hatte noch nie Albträume von Filmen. Meine Familie und mein wirkliches Leben erschreckten mich viel mehr
Tim Burton – US-amerikanischer Autor, Produzent und Filmregisseur – geboren 1958
Meine Filme sind eine Therapie für meine schwächende Depression. In Institutionen werden Körbe geflochten. Ich mache Filme
Woody Allen – US-amerikanischer Komiker, Filmregisseur, Autor und Schauspieler – geboren 1935
Der Film Matrix war kein Film sondern eine Doku
Keanu Reeves – Kanadischer Schauspieler – geboren 1964
Filme sind für mich eine teure Therapieform
Tim Burton – US-amerikanischer Autor, Produzent und Filmregisseur – geboren 1958

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