Friede mit sich selbst schließen

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So oft hadern wir mit uns, haben Selbstzweifel, hinterfragen alle früheren Entscheidungen, wir überlegen uns, ob wir alles „richtig“ gemacht haben.
Derartige Überlegungen führen uns an den Rand des Wahnsinns, in manchen Fällen auch darüber hinaus. Nach Buddha stammen die meisten mentalen Krankheiten aus dem übermäßigen Denken, das sich verselbstständigt, unerträglich wird, sich dann ständig im Kreis herum bewegt (die Katze beißt sich in den Schwanz).
Gedanken wie „hätte ich mich nur anders entschieden„, oder „was wäre wenn“ treiben dann die Betroffenen vor sich her, führen aber kaum zu einem Ergebnis.
In vielen Fällen ist wenigstens eine Depression oder ein seelisches Ungleichgewicht die Folge dieser Zweifel, manchmal führen solche Gedankengänge auch zu schweren psychischen Erkrankungen.
Gerade jetzt, in den Zeiten dieser Hysterie, treten immer mehr mentale Probleme auf, die Menschen haben Ängste, sie sorgen sich um die Zukunft, das Leben wurde schnell „unberechenbar“.
Wenn wir schwermütig oder depressiv werden ist es wichtig, die Ursachen nicht nur bei uns zu suchen. Zwar passiert nach Buddha alles so, wie es kommen soll, aber das heißt nicht, dass wir „an allem Schuld tragen“. Nach der Philosophie des großen Lehrers kann Karma über viele Wiedergeburten angesammelt werden. Somit wäre es immer noch unsere Schuld, nur, dass wir uns eben an die entsprechenden Umstände gar nicht erinnern können.
Wenn alles so kommt, wie es kommen soll, dann können wir auch Friede mit unserem „Selbst“ schließen, denn alles ist so, wie es eben ist, es kam so, wie es kommen mußte.
Wie schließt man also Friede mit sich selbst, was kann man tun, um die Geschehnisse nicht immer auf das eigene „Ich“ zu beziehen, nicht immer nur die Schuld bei sich zu suchen?
Nach Buddha werden wir solange leiden, wie wir uns nicht mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung beschäftigen, solange wir denken, dass wir die Umstände bestimmen können. Ich versichere Ihnen, dass wir das nicht können, es kommt so, wie es kommen soll.
Wenn wir also aus dem Kreislauf der Leiden aussteigen, dann haben wir Frieden mit uns selbst geschlossen.
Eigentlich ist das sehr einfach, erfordert „nur“ einen kurzen Moment der Erkenntnis (Erleuchtung), nämlich die Tatsache zu akzeptieren, dass wir nicht leiden müssen, wenn wir sowieso nichts ändern können.
Wenn wir unser Schicksal annehmen, so wie es ist, alle Dinge, die uns so passieren, klaglos hinnehmen, weder froh oder traurig darüber sind, dann sind wir einen sehr großen Schritt weiter.
Machen Sie Friede mit sich selbst, gehen Sie „in sich“, erforschen Sie Ihr eigenes „Ich“, ohne dabei in irgendeiner Form zu werten, ohne in „gut“ oder „schlecht“ zu unterscheiden.
Es ist, wie es ist, und es ist gut so, wie es ist.
Friede und Ruhe strömt dann durch Ihr Ich, das Selbst entspannt sich völlig, die Persönlichkeit koppelt sich ein gutes Stück vom Körper ab.
 
Wenn jeder anstelle eines neuen Fernsehgeräts Frieden verlangen würde, dann würde es Frieden geben
John Lennon – Britischer Musiker – 1940 bis 1980
Die Natur will unwiderstehlich, dass das Recht zuletzt die Obergewalt behalte
Immanuel Kant – Deutscher Philosoph – 1724 bis 1804
Solange ein Charakter nicht zu einer Persönlichkeit wird, kann man ihm nicht glauben
Walt Disney – US-amerikanischer 26-facher Oscar Preisträger 1901 bis 1966
Bei der Abreise und in entscheidenden Momenten ihres Lebens überkommt die Menschen, die fähig sind, über ihre Handlungen nachzudenken, gewöhnlich eine ernste Stimmung
Leo Tolstoi – Russischer Schriftsteller – 1828 bis 1910
Jedes „Ich“ ist Persönlichkeit, folglich geistige Individualität
Jean Paul – Deutscher Schriftsteller – 1763 bis 1825
Sie schaffen eine Wüste und nennen das Frieden
Tacitus – Römischer Senator – 54 bis 120
Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt
Johann Peter Hebel – Deutscher Dichter – 1760 bis 1826
Ihr redet, wenn ihr aufhört, mit euren Gedanken in Frieden zu sein
Khalil Gibran – Libanesischer Künstler und Dichter – 1883 bis 1931

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