Der Mensch und sein „Ich“

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Wir sind alle nur Menschen, der Teil ist richtig!
Was aber macht den Menschen aus? Sein Körper? Seine Gedanken? Seine Handlungen?
Unser „Ich“ und unser „Ego“ sind möglicherweise nicht identisch.
Ich will, ich brauche, ich möchte, das ist das Ego, das sich meldet.
Was aber macht den Menschen selbst aus, was ist sein wahres „Selbst“?
Den lieben langen Tag gehen unsere Gedanken „spazieren“, wir sorgen uns um dies, wir haben Angst vor jenem, wir überlegen, wir planen, wir ordnen und sortieren. Dann, ganz schnell und unerwartet, ist auch dieser Tag zu Ende, wir gehen ins Bett, können auch noch vor lauter Gedanken schlecht schlafen, stehen auf, und das Spiel beginnt von vorne.
Wo aber ist das „Ich“ geblieben, der Teil, der Sie als Menschen wirklich ausmacht? Haben Sie auch nur eine Minute des Tages an Ihr „Ich“ gedacht, sich überlegt, was und wer Sie wirklich sind?
Die Lehre Buddhas beschäftigt sich mit dem „Ich“, mit der Persönlichkeit, die, abgekoppelt vom Ego, unter vielen Lagen von Begegnungen und Ereignissen „verschüttet“ auf Befreiung wartet.
Die Reise zum eigenen „Ich“ beginnt mit dem Entschluss, diesen Weg gehen zu wollen. Ob wir diesen Entschluss treffen werden, oder eben nicht, liegt in unserem Karma fest verankert, ist abhängig vom Schicksal der einzelnen Person.
Nach der Lehre des Lehrers aller Lehrer geht es um das Erreichen der „Erleuchtung“, um das Gesetz von Ursache und Wirkung, um den universellen Zusammenhang allen Seins, nicht um die Befriedigung eines Egos.
Das Ego plappert den ganzen Tag vor sich hin, wir führen Selbstgespräche, die zu keinem Ergebnis führen, denn Substanz und Wert haben solche Konversationen mit uns selbst nicht.
Wie ist das Dilemma zu lösen, wie finden wir zu unserem „Ich“, was ist zu tun?
Haben Sie schon einmal versucht, Ihre Augen nur für 10 Minuten zu schließen, still dabei zu sitzen, egal ob im Meditationssitz, oder ruhig auf einem Stuhl? Auch ist es völlig egal, ob Sie dies eine Meditation nennen wollen, oder sich nur die Zeit für eine innerliche „Besinnung“ nehmen.
Dabei spüren Sie dann „in sich hinein“; wer bin ich, wer bin ich wirklich, wer ist der Mensch hinter der Rolle, die ich mir für das tägliche Leben angeeignet habe?
Suchen Sie dabei „in sich“ nach Ihrer Persönlichkeit, nach dem Wesen, das Sie wirklich sind, nach Ihrem „Ich“!
Dann fragen Sie sich: Was ist diese „Erleuchtung„, von der Buddha sprach? Könnte dies ein Weg auch für mich sein?
Der Weg ist das Ziel! 
Fangen Sie mit dem Laufen an!
 
Menschen sollen an der Hand eines anderen Menschen sterben und nicht durch die Hand eines anderen Menschen
Franz König – Österreichischer Erzbischof – 1905 bis 2004
Wie kann denn ein Mensch überhaupt schuldig sein. Wir sind hier doch alle Menschen, einer wie der andere
Franz Kafka – Österreichisch-tschechoslowakischer, deutschsprachiger Schriftsteller – 1883 bis 1924
Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht
Ludwig Börne – Deutscher Journalist – 1786 bis 1837
Der Mensch, wenn er Mensch werden soll, muß gebildet werden
Johann Amos Comenius – Philosoph und Theologe – 1592 bis 1670
Ich bin ein Mensch und meine, daß mir nichts fremd ist, was Menschen betrifft
Terenz – Der berühmteste Komödiendichter der römischen Antike – ca. 190 bis 159 vor dem Jahr Null
Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch
Gotthold Ephraim Lessing – Deutscher Dichter – 1729 bis 1781
Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unserer Haut eingeschlossen sind, als es scheint
Friedrich Hebbel – Deutscher Dramatiker – 1813 bis 1863
Alles ist im Menschen, alles ist für den Menschen! Es besteht nur der Mensch; alles übrige ist das Werk seiner Hände und seines Gehirns! Der Mensch! Das ist groß! Das klingt… stolz! Der Mensch!
Maxim Gorki – Russischer Schriftsteller – 1868 bis 1936

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