Die Heuchler

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Das gute Gewissen der Hygieniker
Was sind doch gerade alle „besorgt“, „entsetzt“ oder „erschrocken“.  Solidarität wird eingefordert, aber schnell wird noch eine Kiste Bier gekauft, und beim Essen so richtig zugeschlagen; „Bewegung“ scheint für viele Deutsche sowieso ein Fremdwort zu sein.
Die Ängste vor dem Virus überschlagen sich, aber auf die allgemeine Gesundheit wird überhaupt nicht geachtet. Die Anderen sollen „Rücksicht“ nehmen, „man“ selbst frisst sich zu Tode.
Was für eine Heuchelei! Auf der einen Seite überschlagen sich die Forderungen für die Volksgesundheit, auf der anderen werden die Deutschen immer dicker. Wie passt das zusammen?
Übergewichtig ist der Normalzustand geworden, geraucht und getrunken wird wie noch nie zuvor, aber wegen dem Virus, ja, deswegen sorgt man sich jetzt sehr.
Warum hat niemand Angst vor Diabetes, Bluthochdruck und Kurzatmigkeit? Warum nicht vor Krebs, Gicht oder Rheuma?
Immer mehr Deutsche sehen aus wie „Berge“, an allen Ecken schwabbelt es, darüber sprechen soll man nicht, „Fatshaming“ ist das neue Wort, das die „Dicken“ aufatmen läßt. 
An und mit dem Virus sind in 8 Monaten etwa 10.000 Deutsche verstorben, an den Folgekrankheiten der falschen Essgewohnheiten sterben etliche Hunderttausend; darüber sprechen darf man nicht, die Dicken schämen sich, das muss man schon verstehen.
Also ich, ich verstehe das ganz und gar nicht. Es ist heuchlerisch, wegen einem Virus so einen Affentanz aufzuführen, die wirklich gefährlichen Dinge aber „totzuschweigen“. Die Fälle von Lungenkrebs, die vielen Übergewichtigen, die sich kaum noch rühren können, die schweren Folgekrankheiten ihrer Handlungen, darüber sollte man sprechen. Über das Ungleichgewicht zwischen einem Virus und dem eigenen Verhalten.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat den 14. Ernährungsbericht veröffentlicht, die Lage ist dramatisch. Viel dramatischer, als es diese Pandemie sein kann.
Wir wissen alle, dass „man“ von Salat nicht zunimmt. Wir wissen alle, dass es ein „selbstgewähltes Schicksal“ ist, wenn „man“ zu dick ist. Die Gründe sind sicher vielfältig, das Ergebnis ist immer gleich: Übergewicht macht krank!
Und jetzt ist ein zu großen Teilen krankes und übergewichtiges Volk im Gesundheitswahn, aber an sich selbst will „man“ nach wie vor nichts verändern.
Ein sehr ungesundes Volk lenkt sich mit eingebildeten Ängsten ab, anstatt sich über die Gesundheit einmal ernsthafte Gedanken zu machen.
Die doppelte Moral, die hier offensichtlich wird, die finde ich sehr bedenklich.
 
Wer die Welt verändern will, der kann auch bei sich selbst und seinem täglichen Essen anfangen: Übermäßiger Fleischkonsum macht nicht nur fett und krank, sondern ist auch mitverantwortlich für Massentierhaltung, Treibhauseffekt und Umweltzerstörung
Thomas Osterkorn – Österreichischer Journalist – geboren 1953
Am meisten Unkraut trägt der fetteste Boden
William Shakespeare – Englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler – 1564 bis 1616
Ein fetter Bauch bringt keine zarten Empfindungen hervor
Hieronymus – Kirchenvater, Heiliger, Gelehrter und Theologe – 345 bis 420
Dick sein ist keine physiologische Eigenschaft – das ist eine Weltanschauung
Kurt Tucholsky – Deutscher Journalist und Schriftsteller – 1890 bis 1935

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