Buddhismus und die Tasse Tee

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Die Lehre Buddhas einmal anders erklärt

 

Es gibt die Legende über einen weisen Mönch, der häufig besucht wurde, und als Ratgeber sehr gefragt war. Eines Tages kam ein gelehrter Mann zu ihm um von ihm zu lernen. Der Mönch fragte ob er denn von der Reise erschöpft sei und vielleicht Tee möchte, der Besucher sagte gerne zu. Die Beiden setzten sich an einen Teetisch, der Mönch heizte Wasser, bereitete den Tee vor, gab diesen in die Kanne, brühte heiß auf und fing an die Tasse des Besuchers zu füllen. Aber auch als die Tasse voll war schenkte der Mönch weiter ein, der Tee lief über, breitete sich sogar am Boden aus. Der Gast sagte: „Die Tasse ist voll, genug“, worauf der Mönch antwortete: „Sie sind wie eine volle Teetasse, voller Wissen, voller Glauben, voll ihrer Meinung, sie sind zu mir gekommen mit vorgefasster Meinung, voller Halbwissen, unfähig etwas Neues zu erlernen, nicht in der Lage überhaupt zuzuhören. Vor sie von mir lernen können müssen sie erst leer werden, sonst sind sie wie dieser Te“‘. Alle Menschen haben heute fast unbegrenzten Zugang zu Wissen, zu Bildung, zu Information. Sie glauben alles zu kennen, können komplexe Maschinen bauen, zum Mond fliegen, Sonden weit ins Weltall senden, jeder Winkel auf der Erde ist vermessen, kartographiert, untersucht. Aber über sich selbst, über das eigene Ich, das allem zugrunde liegende Selbst wissen sie nichts, beschäftigen sich mit tausenden von Dingen, aber die eigene Persönlichkeit, die wird nicht hinterfragt. Warum eigentlich nicht? Was hält die Menschen davon ab, warum gehen sie nicht „in sich“, nutzen mehr ihr Potential, kommen nicht bei sich an? Ganz einfach: Weil sie es nicht wollen! Sie haben Angst vor dem was sie finden könnten, was die wahre Lehre sein könnte. Die Grundstruktur unseres Lebens ist einfach: „Alles ist vergänglich“, und deshalb wäre eine Beschäftigung mit dem menschlichen Schicksal schmerzhaft, unschön, beängstigend. Da ist es doch so viel einfacher sich abzulenken, zuzudröhnen, in Illusionen zu flüchten, unterhalten zu werden, ein Gerüst von Illusionen aufrechtzuerhalten, um nur der Wahrheit nicht ins Auge blicken zu müssen. Wem das genügt der möge so leben, für mich ist das keine Option. Machen Sie es dem Buddha nach, befreien Sie ihr Behältnis von unnützen Dingen. Und dann füllen Sie es mit wichtigen Sachen. Sie können die Welt verbessern indem Sie sich selbst ändern. Ist ihre Tasse schon leer?  

Tee! Segne den alltäglichen Nachmittagstee!
Agatha Christie – Englische Krimi-Schriftstellerin – 1890 bis 1976

Lady Nancy Astor: Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen Gift in den Tee schütten! Winston Churchill: Und wenn Sie meine Frau wären, würde ich diesen Tee austrinken
Winston Churchill – Britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts – 1874 bis 1965

Die einzigen englischen Patienten, denen ich je begegnet bin, die einen Tee verweigerten, sind Typhusfälle gewesen; und das erste Zeichen, dass sie gesund wurden, war ihr Verlangen nach Tee
Florence Nightingale – Britische Krankenpflegerin und Erfinderin des Kriegslazaretts – 1820 bis 1910

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